Auszüge

Prekariat, Paupers, Überzählige

„Das Gemüt der Überzähligen muß an Disziplin und Gehorsam, ihr Leib an nützliche, ausdauernde Arbeit gewöhnt werden. Am besten, man setzt sie für schwere körperliche Arbeiten wie Straßen- und Brückenbau ein, oder verwendet sie in Bergwerken.“ p.12

Diese überhebliche Menschenverachtung ist schon erstaunlich, oder?

Kaufleute und Krämer

„Einen großen Teil von denen, denen nach Recht und Billigkeit nichts von der Gesellschaft zusteht, könnte ausgeschaltet werden, da sie nur eine Art Spieler sind, die selber nichts hervorbringen und untereinander nur um die Arbeitsergebnisse der Arbeiter, Handwerker und Bauern spielen. Sie verteilen deren Produkte lediglich nach verschiedenen Richtungen der Gesellschaft.“ p.10

Advokaten und Beamte

„Wenn man die zahlreichen Ämter für Juristen und Theologen verringern würde, die mit Regierung, Rechtsprechung und Kirche zusammenhängen und die für wenig Arbeit hohe Löhne empfangen.“ p.11 – bräuchten Arbeitern, Handwerker und Bauern diese Parasiten nicht mehr mit durchfüttern und sich einen Großteil ihrer Arbeitszeit sparen. IE, 2021
„Das Recht gedeiht dort am besten, wo die Juristen verhungern.“ p.57

Pfarrer, Priester und Geistliche

„Der Glauben blüht dort am besten, wo die Theologen am meisten kasteit (mit Entbehrungen belegt) werden. Unter allen Umständen sollte eine Gesellschaft den Warenüberschuß lieber selber verzehren, als ihn den Pfaffen zu überlassen, weil diese nur sie Seelen vergiften. Die Priester sollen den Holzweg zum Himmel selber kennen lernen.“ p.57

Bestimmung des Produktwertes durch die Arbeitszeit

„Nehmen wir einen Mann, der nach Silber gräbt, es aus dem Berge holt, reinigt und auf den Markt bringt, wo ein zweiter Mann sein Korn anbietet, welches er auf seinem Felde angebaut und geerntet hat – zu welchen Mengenverhältnissen tauschen beide ihre Produkte? Angenommen der Bergmann hat zur Herstellung von 1g Silber 100 Stunden gearbeitet und der Bauer hat für 50 kg Weizen 200 Stunden gearbeitet, dann werden sie 1 g Silber gegen 25 kg Weizen tauschen, weil in beiden Mengen gleich viel Arbeitszeit steckt. 1 g Silber ist für den Bergmann dann der Preis für 25 kg Weizen, 25 Kg Weizen ist für den Bauern der Preis für 1 g Silber.“ p.24 (adapt v iE, 2021)