Auszüge

1) Der grosse und schließliche Effekt des Handels ist nicht Reichthum at large, sondern vorzugsweise Ueberfluß von Silber, Gold oder Juwelen, die nicht vergänglich sind, noch so wandelbar wie andre Waaren, sondern Reichthum zu allen Zeiten und an allen Orten. Ueberfluß von Wein, Korn, Gevögel, Fleisch u.s.w. sind Reichthümer aber hic et nunc … So ist das Erzeugen solcher Waaren und das Folgen eines solchen Handels, welcher die Gegend mit Gold, Silber u.s.w. versieht, vor anderen vortheilhaft. (p. 3)
2) Ist das Geld durch die Steuer von einem genommen, der es verißt oder vertrinkt, und einem gegeben, der es in Verbesserung des Landes, im Fischfang, im Bearbeiten von Minen, in Manufakturen oder selbst in Kleidern verwendet, so ist immer für die Gemeinheit Vortheil vorhanden; denn selbst Kleider sind nicht so vergänglich als Mahlzeiten und Getränke; wenn in Ausstattung von Häusern ist der Vortheil ein wenig grösser, im Bauen von Häusern noch mehr, in Verbesserung von Ländereien, Bearbeiten von Minen, Fischfang mehr noch; am größten von allen, wenn angelegt um Gold und Silber in das Land zu bringen, weil diese Dinge allein nicht vergänglich sind, sondern zu allen Zeiten und aller Orten als Reichthum geschätzt werden. (p. 5)
„In Bezug auf die Zeit Dauer und Bezug auf den Raum Allgegenwärtig. Das Geld ist die unvergängliche Waare, alle Waaren sind nur vergängliches Geld. Das Geld ist allgegenwärtige Waare; die Waare nur lokales Geld.“ KM, 1851
„So ein Schriftsteller des 17′ Jh. Im Gold und Silber hatten sie den Schatz gefunden, den weder Motten, noch Rost fressen und der Geldkultus hat seinen Ascetismus, seine Aufopferung, seine Entsagung – die Sparsamkeit und Frugalität, das Verachten der weltlichen, zeitlichen und vergänglichen Genüsse, das Nachjagen nach dem Schatz im Himmel.“ KM, 1851