nat.wiss. konsistente Darstellung

Der Handel (G ⇔ Wx ⇔ G) bringt nur dann ein Gewinn an Gold und Silber, wenn man billig ein- und teurer verkauft.
Reichtum hat mehrere Bedeutungen. Eine Bedeutung: man hat Dinge mit viel Produktwert, wie z.B. Gold, Silber und Juwelen, weil in ihnen viel menschliche Arbeitszeit steckt. Die andere Bedeutung von Reichtum: alle (oder viele) Bedürfnisse sind befriedigt. Die zweite Bedeutung muß nicht unbedingt etwas mit der ersten Bedeutung zu tun haben. Aber meistens sind es die, die nichts arbeiten, die auf den Besitz von tauschbaren Produktwerten (wie z.B. Gold und Silber) schauen, weil sie dagegen alle anderen Waren kaufen können, die sie zur Befriedigung ihrer meist luxeriösen Bedürfnisse benötigen, während die, die die Waren herstellen (Bäcker, Fleischer, Fischer, Maurer, Zimmermann), meistens auf den Gebrauchswert der von ihnen hergestellten Waren und Dienstleistungen schauen.
Von wem wird denn die Steuer erhoben? Von den Arbeitenden! Von denen, die ihre Waren gegen Gold (Geld) verkauft haben (Wx ⇔ G). Sie müssen ein Teil von G wieder abgeben – und an wen? Wer nimmt denn die Steuer ein? Die, die nichts arbeiten! Adel, Könige, Regierende. Und die sollen es in die Verbesserung des Landes stecken? Sicher geben sie ein Teil davon wieder an die Arbeitenden als Lohn für ‚die Verbesserung des Landes‘, z.B. an die Straßenbauarbeiter, die eine Autobahn von A nach B bauen. Aber wem ist denn dann diese Straße? Doch nicht dem Straßenbauarbeiter, der hat für seine Arbeit doch den vorher jemand anderem abgeknöpften Lohn bekommen. Nein, die Straße ist dem König – und am Ende erhebt er nicht nur Lohnsteuer sondern auch noch Straßen- oder Brückensteuer. Steuererhebung ist ein perfektes System, um die anderen arbeiten zu lassen und sich selber alles anzueignen. Natürlich bleibt ein bißchen was von der Steuer noch für Schlösser, Kutschen und Beamte übrig, die die arbeitende Bevölkerung immer weiter und immer weiter aussaugen.

Arbeiter, Bauern, Handwerker: laßt Euch nicht einreden, das Gold und Silber (oder eine Menge Geld) sei der Reichtum. Eure Arbeit schafft die Dinge, die das Leben reich machen. Ihr schafft jene Dinge, mit denen die individuellen und gesellschaftlichen Bedürfnisse befriedigt werden. Sicher, der Produktwert von Gold geht beim Tausch nicht unter wie der Verzehr eines Schweinebraten. Aber es sind jene Dinge, die der Bäcker und der Fleischer jeden Tag neu herstellen, damit die menschlichen Bedürfnisse befriedigt werden. Das Gold und Silber braucht ihr nur zum produktwertäquivalenten Austausch der von Euch hergestellten Waren und Dienstleistungen. Und wenn ihr die ganzen Schmarotzer und Parasiten nicht mehr mit Durchfüttern müßt, bleibt genug für Euch selber übrig, so daß ihr euch nichts mehr vom Munde absparen müßt, was dann andere fressen und saufen. Und wenn ihr den Reichtum in der richtigen Größe meßt, dann müßt ihr auch nicht mehr die weltlichen Genüsse verachten. Messen und vergleichen kann man nur Eigenschaften – und das ist nun einmal die in den Dingen steckende menschliche Arbeitszeit namens Produktwert.